Interview mit Johanna Eckert
Wichtige Karriereschritte
seit Oktober 2025?Promotionskandidatin IDK Um(welt)denken
seit Februar 2025 (50%), ab Oktober 2025 (35%)?Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DLR_School_Lab am AMU der Uni Augsburg
2024 - 2025 (60%)?Wissenschaftliche Mitarbeiterin im KodiLL Projekt TP1 am Lehrstuhl für Kirchengeschichte
seit 2023?Umweltethik Expertin für die Forschungswoche des k.i.d.Z Projekts der Uni Innsbruck
2021- 2024?Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Moraltheologie
Interview vom 30.03.2026
Da ich zwei Stellen (65 % IDK, 35 % AMU) habe, teile ich mir meine Tage meistens auf. Innerhalb meines Promotionsprojekts arbeite ich sehr frei und eigenverantwortlich, da ich meine Schwerpunkte selbst setzen kann und mein Vorgehen selbst plane. Im Moment bin ich viel mit Literaturrecherche besch?ftigt.
Ich habe mein Projekt zu ?sthetischen Werten in der Natur am Beispiel ?sthetischer Landschaften in verschiedene Bereiche eingeteilt. Die Literatur, die ich sichte, ordne ich diesen Bereichen zu, um eine vorl?ufige Struktur für meine Arbeit zu erhalten und auch zu wissen, was ich wo gelesen habe und meine Texte wiederfinde.
Einmal in der Woche treffe ich mich mit meiner Betreuerin und bespreche mein Vorgehen sowie aufkommende Fragen.
Für die Arbeit im Schülerlabor plane ich Thementage, die Schülerinnen und Schüler besuchen k?nnen, und gehe auch auf Schulbesuche. Am Freitag ist meistens ein Schulbesuch, bei dem ich an einer Schule einen Projekttag zu Fahrzeugen der Zukunft durchführe.
Hinzu kommen noch einige organisatorische Aufgaben, wie das Abrechnen von Reisekosten oder beispielsweise das Einreichen von Antr?gen für Tagungen. Das mache ich meistens am Nachmittag.
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die F?higkeit, sich selbst zu organisieren
- Offenheit und Interesse an Neuem
- Struktur von Arbeitsmaterialien und Tagesabl?ufen
Wieso hatten Sie sich für eine Promotion entschieden? Interesse oder bessere Berufsaussichten? W?re für Sie auch eine wissenschaftliche Karriere in Frage gekommen?
Ursprünglich hatte ich nicht geplant zu promovieren. Wenn ich mir aber meinen Traumjob vorgestellt habe, beinhaltete dieser die Besch?ftigung mit alpinen Landschaften und ?sthetik. Da man sich auf das Programm mit einem Thema bewerben konnte, ist meine Bewerbung allein aus Interesse an meinem Thema entstanden.
H?tte sich diese M?glichkeit nicht ergeben, w?re ich wahrscheinlich ins Referendariat gegangen oder w?re ohne Promotionsstelle an der Universit?t geblieben.
Welche Schwerpunkte hatten Sie im Studium gesetzt? Wie hat Sie das Studium auf Ihre jetzige T?tigkeit vorbereitet? Was k?nnen Sie aus Ihrem Studiengang in die Praxis einbringen? Welche F?higkeiten haben Sie sich zus?tzlich aneignen müssen?
In meinem Masterstudium hatte ich den Schwerpunkt auf Philosophie und Umweltbildung gesetzt. Das hat mir bereits einen kleinen Einblick in die Themenbereiche gegeben, die ich auch jetzt behandle – jedoch noch nicht in gro?er Tiefe. Vieles geschah dabei aus Eigeninitiative, zum Beispiel beim Erstellen von Hausarbeiten.
Mein Lehramtsstudium ist eine Basis, auf die ich mich beziehen kann, wenn es um Bildungsarbeit geht. Gerade das wissenschaftliche Arbeiten wurde erst im Masterstudium wirklich wichtig. Aktuell muss ich vor allem das wissenschaftliche Schreiben weiter lernen und üben.
Welchen Tipp k?nnen Sie Studierenden zur Berufsorientierung geben? Wie sind Sie dabei vorgegangen/was hat Ihnen geholfen?
Ich würde immer über das Interesse gehen und frühzeitig anfangen zu suchen, auch schon vor dem Studienabschluss. Oft ergeben sich Stellen über Forschungsbereiche, die man im Studium interessant fand.
K?nnen Sie sich in Ihrem Beruf verwirklichen?
Zu Teilen. Thematisch bin ich mit meinem Promotionsthema sehr zufrieden und k?nnte mir kein besseres vorstellen. Inhaltlich ist es vor allem jetzt am Anfang sehr theoretisch; die Literaturrecherche erfordert viel Disziplin und kann auch mal trocken sein.
Kreativit?t und Praxisn?he habe ich als Ausgleich in meiner Arbeit im Schülerlabor – dort kann ich mich sehr verwirklichen. Aber auch durch die eigene Wahl von Schwerpunkten im Promotionsthema kann ich mich verwirklichen. Bis es jedoch so weit ist, muss erst eine Basis geschaffen werden.
Wo sehen Sie sich beruflich in 10 Jahren?
Ich hoffe, nach der Promotion einen Job annehmen zu k?nnen, der praxisnah ist. Ich sehe mich nicht in einem reinen Bürojob, sondern m?chte mein Wissen an andere weitergeben und Projekte bzw. Dinge entwickeln, die tats?chlich angenommen und verwendet werden.
Worauf freuen Sie sich, wenn Sie morgens zur Arbeit gehen?
Ich freue mich darauf, Neues zu meinem Thema zu erfahren, mich mit meinen Kolleginnen und Kollegen auszutauschen und besonders darauf, wenn es an diesem Tag etwas Praktisches zu erledigen gibt.
Würden Sie rückblickend irgendetwas anders machen?
Vielleicht würde ich mein erstes Studium anders w?hlen. Das war eine sichere Wahl und hat sich gut angeh?rt. Im Studium hat es mir dann aber nicht so gut gefallen, ich habe es aber trotzdem fertig gemacht.
Im Nachhinein bereue ich die Entscheidung nicht, würde aber gerne wissen, wo ich jetzt w?re, wenn ich noch einmal gewechselt h?tte.
Welche Tipps haben Sie für eine gute Work-Life-Balance?
Ich pers?nlich fange gerne früh an, um am Nachmittag noch etwas vom Tag zu haben. Mir hilft es, die Promotion als ?normalen“ Job zu sehen, für den ich feste Arbeitszeiten habe. Alles, was darüber hinausgeht, überlege ich mir sehr gut und entscheide, ob es wirklich sinnvoll und n?tig ist.
Welches Hashtag beschreibt Ihre Studienzeit oder Ihren Werdegang am besten?
#glückgehabt