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Peace Summer School

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Peace Summer School Augsburg 2026

FRIEDEN GEMEINSAM SELBER MACHEN

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Wann?????????????????? ? Freitag, 17 Juli bis Samstag, 19. Juli 2026

Wo????????????????????????? ?Argon-Lounge, Argonstra?e 16a, 86153 Augsburg

Für wen?????????????????Augsburger*innen, Studierende und Interessierte an der Friedens- und Konfliktforschung

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Konzept?

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Frieden wird h?ufig als gro?e politische oder gesellschaftliche Idee verstanden, als Ergebnis internationaler Verhandlungen, Regelungen oder globaler Bewegungen. Die Peace Summer School 2026 mit dem Oberthema ?Frieden gemeinsam selber machen“ setzt dahingegen ganz bewusst an einem anderen Ort an: im Alltag.

Zentral ist der Gedanke, dass Frieden nicht nur auf übergeordneter Ebene verhandelt oder verwaltet, sondern auch im Kleinen ganz praktisch gelebt wird. Er kann in pers?nlichen Begegnungen, in kreativen, k?rperbezogenen Praktiken, in der direkten Kommunikation, durch Vertrauen und Gemeinschaft, in Momenten des Zuh?rens oder im achtsamen Umgang mit Konflikten entstehen. In der Peace Summer School 2026 m?chten wir diese Mikro-Praktiken sichtbar und erfahrbar machen und gemeinsam weiterentwickeln. Wir verstehen Frieden dabei nicht als einen abstrakten Zustand, sondern als allt?gliches Tun, als eine soziale Praxis, die erlernt, kultiviert und geteilt werden kann. Daher erproben wir dies auch gemeinsam in unterschiedlichen Kontexten: Was hat Frieden mit K?rperlichkeit zu tun? Wie kann ich auch in Konfliktsituationen friedlich kommunizieren? Und was bedeutet das Ganze für die Gemeinschaft, in der wir leben.

Die Peace Summer School bietet dabei als dreit?gige Workshopveranstaltung die Gelegenheit, Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen kennenzulernen und sich auszutauschen. Egal, ob mit oder ohne Vorkenntnisse, ob aus Wissenschaft, Praxis, Aktivismus oder aus pers?nlichem Interesse - alle sind eingeladen, mit uns Frieden gemeinsam selber zu machen!

Im Zentrum steht daher auch nicht nur akademisches Expert:innenwissen, sondern vor allem kollektives Lernen und gemeinsames Handeln.

Als Veranstaltende der Peace-Summer-School haben wir uns die Ziele gesetzt:

  • für die Wirkmacht kleiner, allt?glicher Handlungen zu sensibilisieren?nicht nur über Frieden zu sprechen, sondern Frieden als soziale Praxis auszuprobieren
  • Friedenspraktiken im Alltag der Teilnehmenden anzusto?en
  • Impulse für die wissenschaftliche Diskussion zu Mikro-Praktiken des Friedens aus der Gesellschaft zu generieren
  • einen inklusiven Raum zur Vernetzung der Teilnehmenden sowie zwischen der Universit?t und der Stadt Augsburg zu bieten
  • Impulse und Anregungen für zivilgesellschaftliches Engagement zu geben und
  • Teilhabe- und Mitbestimmungsrechte durch oben genannte Kompetenzen zu st?rken
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Programm

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Freitag, 17. Juli 2026

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  • 16:00 – 16:30 Uhr:? Anreise
  • 16:30 – 18:30 Uhr: Begrü?ung / Mini-Impuls / erstes Kennen-Lernen / Abendessen?
  • 19:30 Uhr: Auftakt-Abendveranstaltung mit Gilda Sahebi im Augustanasaal (ge?ffnet für die Stadtgesellschaft)

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Samstag, 18. Juli 2026

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  • 9:00 Uhr: Zusammenkommen und kurze Begrü?ung
  • 9:15 – 13:15 Uhr: Workshop-Slot 1 (Wahl zwischen Workshop A oder B)
A) Spect-Actors – Forumtheater als Praxis
B) Gegenargument: Argumentations- und Haltungstraining gegen rechte und diskriminierende Aussagen,? Positionen und Handlungen
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  • 13:15 – 14:30 Uhr: Mittagessen / Pause
  • 14:30 – 17:30 Uhr: Workshop-Slot 2 (Wahl zwischen Workshop C oder D)
C) Feministische Friedenspraxis: Heute leben, was morgen m?glich sein soll
D) Krieg und Militarisierung: Perspektiven und Handlungsm?glichkeiten
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  • 18:30 Uhr : Abendessen
  • Ab 20:00 Uhr: Abendprogramm?

Sonntag, 19. Juli 2026

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  • 9:00 Uhr: Zusammenkommen und kurze Begrü?ung?
  • 9:15 – 13:15 Uhr: Workshop-Slot 3 (Wahl zwischen Workshop E oder F)
E) Zwischen Gegens?tzen atmen: Spannungen, Reaktivit?t und verk?rperte Verantwortung
F) Wohnen als Friedensfrage: Solidarit?t statt Konkurrenz
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  • 13:15 – 13:45 Uhr : Kurze Erholungspause
  • 13:45 – 16:30 Uhr: Mittagessen und Planspiel: ?Perlenspiel“ (für alle)

Die Peace Summer School beginnt am Freitagnachmittag mit einer gemeinsamen Kennenlernrunde und einem ersten inhaltlichen Impuls zum diesj?hrigen Schwerpunktthema. Den Auftakt bildet ein ?ffentlicher Abendvortrag mit Gilda Sahebi um 19:30 Uhr im Augustanasaal.

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Workshops

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Im Zentrum der Veranstaltung stehen sechs Workshops, die in drei Slots über Samstag und Sonntag verteilt sind. In jedem Slot finden zwei Workshops parallel statt, sodass die Teilnehmenden im Laufe des Wochenendes drei der sechs Angebote selbst ausw?hlen und besuchen k?nnen. Die Workshops beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven und mit verschiedenen Methoden, wie sich Frieden im Alltag konkret praktizieren l?sst. Die Formate sind bewusst aktiv und partizipativ gestaltet und laden dazu ein, sich kreativ und offen mit den Themen auseinanderzusetzen – Vorkenntnisse oder besondere F?higkeiten sind dabei ausdrücklich nicht erforderlich.

Den Auftakt bilden am Samstagvormittag zwei aktivierende Formate: ein Argumentations- und Haltungstraining sowie ein Workshop zu Interaktivem Theater. Am Nachmittag verlagert sich der Fokus auf inhaltlich-politische Fragestellungen – mit einem Workshop zu feministischen Friedenspraktiken und einem zu Kriegsdienstverweigerung und zivilem Widerstand. Der Sonntagvormittag l?dt schlie?lich zur Vertiefung und Reflexion ein: Workshops zu verk?rperter Verantwortung im Umgang mit Spannungen sowie zu Selbstorganisation und Peer-Arbeit runden das Programm ab.

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Workshop A ?Spect-Actors: Forumtheater als Praxis“

Referent*in: Camila von Hein (Forumtheater München)

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Was würdest du tun? Die von Augusto Boal entwickelte emanzipatorische Theatermethode verwandelt Zuschauende in Akteur:innen: Alltagskonflikte werden auf die Bühne gebracht, eingefroren und dann gemeinsam ver?ndert. Wer eingreift, probiert aus, scheitert, versucht es anders. So entsteht im Spiel ein Raum, in dem neue Handlungsm?glichkeiten nicht nur gedacht, sondern leibhaftig erprobt werden. In diesem Workshop erarbeiten wir gemeinsam kurze Szenen aus dem Alltag, untersuchen, wie Konflikte entstehen und eskalieren und fragen: Was w?re, wenn? Frieden gemeinsam selber machen beginnt hier: im Proberaum des Theaters.

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Workshop B: ?Gegenargument: Argumentations- und Haltungstraining gegen rechte und diskriminierende Aussagen, Positionen und Handlungen“

Referent*in: Cynthia Agbontaen (Gegenargument)

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?Das wird man ja wohl noch sagen dürfen.“- Aber was antworte ich jetzt darauf? Rechte und diskriminierende Aussagen begegnen uns zunehmend in Alltag und Beruf. In diesem Workshop setzen wir uns mit typischen Argumentationsmustern auseinander und entwickeln Strategien, um klar Position zu beziehen. Im Mittelpunkt steht nicht das perfekte Argument, sondern eine bewusste, diskriminierungssensible Haltung. Durch Input, Austausch und praktische ?bungen wird Handlungssicherheit gest?rkt und Raum für Reflexion eigener Erfahrungen geschaffen.

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Workshop C ?Feministische Praktiken des Friedens: Heute leben, was morgen m?glich sein soll“

Referent*innen: Christina Pauls (Uni Augsburg) und Michaela Z?hrer (Hochschule Rhein-Waal)

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Feministische Friedenspraxis fragt danach, wie eine friedlichere und gerechtere Welt nicht nur gedacht, sondern bereits im Hier und Jetzt gelebt werden kann. In diesem Workshop knüpfen wir an eigene Erfahrungen und Kontexte an und erkunden gemeinsam, wie wir Friedenspraxis bereits leben – und welche wir kollektiv entfalten m?chten. Im Austausch, in interaktiven ?bungen und kollektiver Reflexion befassen wir uns mit konkreten Handlungen, Beziehungen und Strukturen feministischer Friedenspraxis. Ziel ist es, die Welt, die wir wollen, im Kleinen erfahrbar zu machen und gemeinsam weiterzudenken.

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Workshop D ?Krieg und Militarisierung: Perspektiven und Handlungsspielr?ume“

Referent*in: Nina Boy (Connection e.V)

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Was w?re, wenn ich selbst betroffen w?re? Ausgehend von dieser Frage er?ffnet der Workshop einen pers?nlichen Zugang zu den Themen Krieg, Militarisierung und Frieden. Durch eine Mischung aus inhaltlichem Input, Reflexion und Austausch werden pers?nliche Perspektiven mit gesellschaftlichen Zusammenh?ngen verbunden.?Im Fokus steht die Frage, wie wir selbst betroffen w?ren und welche Handlungsm?glichkeiten sich daraus ergeben – individuell wie auch gemeinsam. Ziel ist es, eigene Positionen zu entwickeln, neue Perspektiven kennenzulernen und die eigene Handlungsf?higkeit zu st?rken.

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Workshop E: Zwischen Gegens?tzen atmen: Spannungen, Reaktivit?t und verk?rperte Verantwortung

Referent*in: Emilia Prebeck

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Gesellschaftliche Polarisierung wirkt nicht nur im Au?en – sie kriecht in unsere K?rper: Sie erzeugt den Wunsch nach Eindeutigkeit, nach moralischer ?berlegenheit, nach der Erlaubnis, hart urteilen zu dürfen. Doch wo verh?rten sich unsere eigenen Positionen? Wo werden wir reaktiv? In diesem Workshop erkunden wir mit K?rperarbeit, Reflexion und Theatermethoden (u.a. inspiriert von Augusto Boal), wie Friede nicht trotz, sondern durch das Aushalten von Widersprüchen entstehen kann. Ziel ist centered accountability: pr?sent, selbstwahrnehmend, beziehungsf?hig – auch unter Druck.

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Workshop F ?Wohnen als Friedensfrage: Solidarit?t statt Konkurrenz“

Referent*in: Swen Huchatz (Randnotiz Hildesheim)

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Wohnungsnot, Spekulation, Obdachlosigkeit: Wer Zugang zu Wohnraum hat und wer nicht, ist keine Zuf?lligkeit, sondern Ausdruck gesellschaftlicher Machtverh?ltnisse Dieser Workshop nimmt die gravierenden Unterschiede in den Blick, mit denen von Wohnungslosigkeit betroffene Menschen t?glich konfrontiert sind, und fragt zugleich: Wie kann eine gemeinschaftliche, solidarische Praxis entstehen, die ?gutes Wohnen für alle" m?glich machtt? Im Open-Space-Format gestalten die Teilnehmenden den Raum aktiv mit: Eigene Erfahrungen, Ideen und Fragen werden eingebracht, in kleinen Gruppen diskutiert und am Ende gemeinsam geteilt.

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Rahmenprogramm

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Das Rahmenprogramm der gesamten Peace Summer School 2026 soll die Seminare vielf?ltig erg?nzen und den Austausch der Workshop-Teilnehmenden f?rdern sowie zur Vernetzung anregen.

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Ausklang am Samstag

Der Samstagabend bietet nach einem intensiven Workshoptag Raum zum Austausch und zur Vernetzung. Ein geselliges Abendprogramm – derzeit wird unter anderem ein Pub-Quiz diskutiert – rundet den Tag ab.

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PSS-Abschluss am Sonntag

Den Abschluss der Peace Summer School bildet ein gemeinsames Planspiel. Im Mittelpunkt steht eine erfahrungsbasierte Auseinandersetzung mit sozialer und globaler Ungleichheit: Durch die simulierte Verteilung von Ressourcen, Privilegien und Entscheidungsmacht werden Machtasymmetrien und Ausschlussmechanismen unmittelbar erlebbar. Die gemeinsame Auswertung verbindet diese Erfahrungen mit theoretischen Impulsen zu struktureller Gewalt und Friedenspraxis – und macht deutlich, dass Frieden nicht losgel?st von materiellen Bedingungen und gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen gedacht werden kann.

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Veranstaltet durch:

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