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Marie-Claire Timmermann

? Universit?t Augsburg

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Fakult?t: Philologisch-Historische Fakult?t

Lehrstuhl: Europ?ische Ethnologie/Volkskunde

Art des Stipendiums: 3-Monats-Stipendium

Laufzeit: 01.07.2024 - 01.10.2024

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Kurzvita

Marie-Claire Timmermann studierte in Augsburg sowohl den Bachelor- als auch den Masterstudiengang Kunst- und Kulturgeschichte mit dem Schwerpunkt Europ?ische Ethnologie/Volkskunde. W?hrend des Studiums unterstützte sie den Lehrstuhl der Europ?ischen Ethnologie/Volkskunde als studentische Hilfskraft. Seit Oktober 2024 ist sie dort als wissenschaftliche Mitarbeiterin t?tig. Zudem arbeitet sie selbstst?ndig als Goldschmiedin. Ihr Promotionsprojekt ?Eheringe – Entschlüsselung der Schmuckobjekte im Spiegel von Bedeutungszuschreibungen, ritualisierten Praktiken und narrativen Symboliken“ (Arbeitstitel) wird im Rahmen eines Promotionsstipendiums von der Studienstiftung des Deutschen Volkes gef?rdert.

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Forschungsschwerpunkte:

???????? Schmuckforschung

???????? Objektforschung & Materielle Kultur

???????? Augsburger Stadtforschung

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Abstract zu der gef?rderten Arbeit

?Eheringe – Entschlüsselung der Schmuckobjekte im Spiegel von Bedeutungszuschreibungen, ritualisierten Praktiken und narrativen Symboliken“ (Arbeitstitel)

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Eheringe sind mehr als blo?e Schmuckstücke. Zwischen Warenstatus und emotional aufgeladenem Objekt fungieren sie als materielle Tr?ger individueller und kollektiver Bedeutungen. Als Zeichen des Beziehungsstatus, Erinnerungsanker oder hochwertiges Gut vereinen sie unterschiedliche Wertdimensionen, die sich im Gebrauch aktualisieren. Zugleich sind Eheringe kulturell stark codiert und mit Normvorstellungen, Erwartungen und sozialen Lesarten verbunden. Ihre soziokulturelle Bedeutung entfaltet sich erst durch das dauerhafte Tragen am Ringfinger als stilles, im Alltag lesbares Symbol.?

Das Dissertationsprojekt ist in der Schmuckforschung verortet und untersucht mittels eines objektbiografischen Ansatzes, wie Eheringe im Lebensverlauf pers?nliche und kulturelle Bedeutungen erhalten, ver?ndern oder verlieren, vom Erwerb über das Tragen bis hin zu Trennung oder Verwitwung. Ziel ist es, die gegenw?rtige Relevanz des Eherings im Zusammenspiel individueller Bedeutungszuschreibungen, ritueller Perspektiven und kultureller Praktiken zu analysieren. Im Fokus steht, wie Bedeutungen, Werte und soziale Normen sowohl in der materiellen Beschaffenheit als auch in den Gebrauchspraktiken des Objekts ausgehandelt werden. Die Studie fragt nach Aussagen der Tragepraxis, zugrunde liegenden Wert- und Traditionssystemen, der rituellen Aufladung sowie der heutigen individuellen Signifikanz des Eherings. Empirisch basiert sie auf qualitativen Interviews mit verheirateten, geschiedenen und verwitweten Personen sowie Expert*innen des Schmuckhandwerks und wird durch ethnografische Feldforschung auf Hochzeitsfeiern und -messen im Raum Augsburg erg?nzt.

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