Fereni (Persischer Reispudding)
Zutaten
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- Reismehl (60g)?
→?Reismehl findest du bei ?go asia“ in der N?he des Augsburger Hauptbahnhofs!? - Kaltes Wasser (80 ml)?
- Vollmilch (830 ml)?
- Zucker (80 g)?
- Rosenwasser (1,5 Essl?ffel)?
→?Rosenwasser kannst du z.B. in München kaufen. In der N?he des Hauptbahnhofs gibt es viele persische Gesch?fte, die mit dem Deutschlandticket leicht zu erreichen sind!? - Gehackte ungesalzene Pistazien zum Garnieren (1 Essl?ffel)
??Ansonsten brauchst du nur eine Pfanne oder einen kleinen Topf und einen Herd – das ideale Rezept für jede Wohnheimsküche!?
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Rezept
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- 230 ml?Milch bei mittlerer Hitze leicht zum Kochen bringen. Gelegentlich mit einem Schneebesen umrühren, damit nichts anbrennt.?
- In der Zwischenzeit in einer kleinen Schüssel das Reismehl mit dem kalten Wasser glatt und klumpenfrei verrühren.?
- Die Hitze auf mittlere bis niedrige Stufe reduzieren. Die Reismehlmischung nach und nach unter st?ndigem Rühren in die hei?e Milch geben, bis sie eindickt und kleine Bl?schen an der Oberfl?che entstehen (ca. 5 Minuten). Weitere 2–3 Minuten lang weiterrühren.?
- 120 ml kalte Milch hinzufügen und bei mittlerer bis niedriger Hitze weiterrühren, bis die Masse erneut eindickt und kleine Bl?schen entstehen (ca. 7–10 Minuten).?
- Weitere 120 ml Milch hinzufügen und verquirlen, bis die Masse leicht eindickt, aber noch keine Blasen wirft. Dann den Zucker und das Rosenwasser hinzufügen und verquirlen, bis die Masse erneut eindickt und Blasen zu sehen sind.?
- Die Hitze auf mittlere Stufe erh?hen und die restlichen 360 ml kalte Milch in Portionen von jeweils 120 ml hinzugeben. Nach jeder Zugabe rühren, bis die Mischung eindickt und sich kleine Bl?schen bilden, bevor die n?chste Portion dazukommt (jeder Schritt dauert etwa 7-10 Minuten). Immer weiterrühren, damit nichts anbrennt.?
- Sobald die gesamte Milch eingedickt ist und die Mischung Blasen wirft, vorsichtig, aber kontinuierlich weiterrühren und weitere 3–5 Minuten k?cheln lassen. Es sollte eine dünne Pudding-Konsistenz entstehen, die beim Abkühlen weiter eindicken wird.?
- Den Pudding in Servierschalen füllen. Mit gehackten Pistazien bestreuen und 2–3 Stunden unbedeckt im Kühlschrank fest werden lassen. Nach dem Abkühlen mit Frischhaltefolie abdecken und bis zu 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren.?
Wer steckt hinter dem Rezept?
Das ist Anita!?
Für alle Rezepte in unserer Sammlung sprechen wir mit internationalen Studierenden. Das Rezept für Fereni haben wir von Anita bekommen. Das hat sie uns über die persische Küche erz?hlt:?
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Hallo Anita! Erz?hl uns ein bisschen von dir!
Ich studiere Lehramt an der Uni Augsburg. Meine Mutter kommt aus dem Iran und mein Vater ist Deutscher. Da ich in Deutschland geboren und aufgewachsen bin, habe ich leider nicht viele Verbindungen zur iranischen Kultur. Das letzte Mal war ich 2011 dort, und ich kann mich nicht mehr gut daran erinnern. Mein kulturelles Wissen beschr?nkt sich haupts?chlich auf die Sprache und die persische Küche. Das Essen war für mich immer der einfachste Weg, wortw?rtlich ein wenig von der Kultur in mir aufzunehmen. Deshalb ist es mir auch so wichtig!?
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Kochst du selbst gerne persische Gerichte?
Ja, ich liebe es persisch zu kochen! Allerdings koche ich haupts?chlich einfache und schnelle Gerichte.
Warum?
Die persische Küche erfordert viel Zeit und Liebe. Im Iran ist es üblich, gro?e Mengen an Essen zu kochen und Nachbarn und Freunde einzuladen. Persische Gerichte sind zum Teilen gedacht und so lohnt sich auch der Zeitaufwand mehr.
Hast du das Kochen von deiner Mutter gelernt?
Ja, aber auch von meiner Gro?mutter. Wenn sie uns im Sommer besucht hat, hat sie oft für uns gekocht. Ich habe viel von ihr gelernt. Ich durfte sogar ?Tahdig“ für sie machen – die Kruste am Boden des Reistopfs. Das war für mich immer eine Ehre, denn gelungenes Tahdig ist gar nicht so einfach! Von meiner Gro?mutter habe ich auch den kulturellen Aspekt des Teilens von Essen gelernt. Wenn sie mich als Kind zum Abendessen ins Haus gerufen hat, hat sie ganz selbstverst?ndlich auch alle meine Freunde eingeladen, mit denen ich gerade gespielt hatte. Deshalb nannten sie alle Kinder in unserer Wohnsiedlung auch ?Oma Sissi“. Das Gericht, das ich hier vorstellen m?chte, kenne ich von meiner Gro?mutter.?
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Noch mehr Inspiration
Anitas Lieblingsgerichte:
Zum Essen: Ghormeh Sabzi
?bersetzt bedeutet ?Ghormeh“ Eintopf und ?Sabzi“ Kr?uter – und genau das ist es auch: ein Eintopf mit vielen Kr?utern, Rind- oder Lammfleisch, getrockneten Limetten, Bohnen und Reis, der sehr lange k?cheln muss, damit das Fleisch zart wird.
Zum Kochen: Djudjeh Kabab?
Traditionelles persisches H?hnchen-Kebab, das simpel und lecker ist!
Als Nachtisch: Faloodeh
Rosenwasser-Eis. Anita hat Faloodeh zwar noch nie selbst gemacht, bestellt es aber immer als Nachtisch in persischen Restaurants.
Lieblingsgetr?nk:
Anita trinkt sehr gerne Dough, ein Joghurtgetr?nk mit Minze oder Rosenbl?ttern. Und natürlich darf nach einem persischen Essen starker schwarzer Tee nicht fehlen!
Persische Küche auf Social Media:
@persianmamablog: Anitas erste Anlaufstelle für persische Rezepte. Das Rezept für Fereni stammt ebenfalls von dort.
@theiranianvegan: ein interessanter Account, der nicht-persische Gerichte auf persische (und vegane!) Art vorstellt. Anita kann übrigens das Rezept für Kartoffelsalat nach persischer Art sehr empfehlen!?
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Anitas Lieblingsrestaurant:
Ihr Lieblingsrestaurant ist das ?Shandiz“ in der Dachauer Stra?e in München. Es liegt ganz in der N?he des Hauptbahnhofs und ist daher mit dem ?Deutschlandticket“ gut zu erreichen! In dieser Gegend findet man auch viele andere persische Restaurants. Laut Anita gibt es bei Shandiz aber das leckerste persische Essen, das sie je gegessen hat – abgesehen natürlich von dem ihrer Gro?mutter.
→?Wenn du Student*in bist und nicht viel Geld für Restaurantbesuche ausgeben kannst, ist das Mittagsmenü vielleicht etwas für dich. Von Montag bis Freitag, 11:30 bis 14:30 Uhr, sind die Preise günstiger!
Merci, Anita!