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Andreas Winter M.A.

Akademischer Lebenslauf

? Universit?t Augsburg

Seit 04/2025

Promotion in Neuere Deutsche Literaturwissenschaft

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10/2023 – 05/2025

M.A. Germanistik, Universit?t Augsburg - Inkl. Zertifikat Jüdische Studien

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10/2019 – 08/2023

B.A. Germanistik und Geschichte, Universit?t Augsburg

Projektskizze

Martin Buber (1878–1965) z?hlt zu den einflussreichsten jüdischen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. W?hrend sein philosophisches und religionswissenschaftliches Wirken, das zahlreiche Schriftsteller*innen nachhaltig pr?gte, intensive Beachtung fand, blieb sein eigenes schriftstellerisches Werk – insbesondere in der Germanistik – bislang erstaunlich wenig erforscht. Das Dissertationsprojekt widmet sich daher erstmals systematisch Bubers literarischem ?uvre und untersucht, wie seine Lyrik, Prosa und Dramen im Spannungsfeld von Philosophie, Religion und Poetologie zu verstehen sind. Ziel ist es, Bubers literarisches Werk als eigenst?ndigen Beitrag innerhalb der deutschen Literatur zu verstehen und seine Rolle innerhalb der deutsch-jüdischen Literaturgeschichte zu analysieren.

Im Zentrum steht dabei die Frage, inwiefern Buber die literarischen Formen nicht blo? als Vehikel seiner philosophischen Gedanken nutzt, sondern selbst als Form des Denkens begreift. Anhand all seiner Werke wird untersucht, wie Buber ?sthetische Strategien entwickelt, um religi?s-philosophische Themen darzustellen. Dabei wird seine Entwicklung von der kulturphilosophischen Frühphase, über seine ekstatische Schaffenszeit bis hin zur dialogphilosophischen Sp?tphase nachgezeichnet.

Das Projekt rekurriert dabei auf eine Beobachtung des Judaisten Dustin Atlas (2024), der in seiner Analyse von Gog und Magog darauf hinweist, dass Buber das B?se bewusst in erz?hlerischer Form gestaltet, weil es sich in theoretisch-philosophischen Begriffen allein nicht fassen l?sst. Diese Einsicht dient als Ausgangspunkt für Bubers Gesamtwerk, um seine gesamte Schriftstellerei als Ausdruck eines Denkens zu begreifen, das dort ansetzt, wo philosophische Sprache an ihre Grenzen st??t. Damit wird Atlas’ Ansatz erweitert und auf Bubers gesamtes literarisches Werk übertragen.

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Methodisch verbindet das Projekt literaturwissenschaftliche Analyse (Hermeneutik, Narratologie, Gattungsforschung u. a.) mit philosophie- und kulturgeschichtlicher Kontextualisierung. So sollen Bubers Texte sowohl innerhalb der literarischen Moderne als auch im Rahmen jüdischer Renaissancebewegungen verortet werden.

Die Arbeit schlie?t eine zentrale Forschungslücke, indem sie Buber als eigenst?ndigen Literaten etabliert und die wechselseitige Durchdringung von Literatur und Philosophie in seinem Werk herausarbeitet. Damit leistet das Projekt einen innovativen Beitrag zur Neueren Deutschen Literaturwissenschaft wie auch zur interdisziplin?ren Buber-Forschung.

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Forschungsschwerpunkte und Interessensgebiete

  • deutschsprachig-jüdische Literatur
  • Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts
  • deutsche Literaturgeschichte
  • Gattungstheorie
  • Philosophie und Literatur
  • Religion und Literatur

Publikationen

Winter, Andreas: Künstliche Kreativit?t. ChatGPT vs. Goethe, in: Theresia Dingelmaier (Hrsg.), Empfindsame KI? Autorschaft, Literatur- und Sprachformen künstlicher Intelligenzen betrachtet aus dem ?Geist' der Empfindsamkeit (Arbeitstitel), Augsburg 2025/26.

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