Sara Bondi startet ein Promotionsprojekt zur albanischen Migration 1991 in italienischen Fernsehnachrichten
Wir freuen uns, Sara Bondi als neue Doktorandin am Lehrstuhl für Romanische Sprachwissenschaft bei Prof. Dr. Daniela Pietrini begrü?en zu dürfen. Sara wurde 1997 in der N?he von Florenz geboren und absolvierte ihr Studium in Interkulturellen Studien an den Universit?ten Bayreuth und Chester. Anschlie?end schloss sie den binationalen Masterstudiengang Europ?ische Kommunikationskulturen – Italienisch an den Universit?ten Augsburg und Verona ab. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Medienlinguistik und der Diskursanalyse von Migrationsthemen. In ihrem Promotionsprojekt mit dem Titel ?Albanische Migration 1991 und ihre mediale Sprachgestaltung in den italienischen Fernsehnachrichten“ untersucht sie, wie die italienischen Nachrichtensendungen des Jahres 1991 das Ph?nomen der albanischen Migration diskursiv konstruierten. Das Jahr 1991 markiert einen historischen Einschnitt: Mit dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes ?ffnete sich Albanien abrupt nach au?en, und Italien wurde aufgrund geographischer N?he und historischer Verbindungen zum zentralen Ziel massenhafter Migration. Das Projekt analysiert, wie diese Ereignisse in den nationalen Fernsehnachrichten dargestellt wurden und welchen Beitrag die Berichterstattung zur Wahrnehmung Italiens als Einwanderungsland leistete. Sara verfolgt einen diskurslinguistischen Ansatz und arbeitet mit einem eigens aufgebauten Korpus transkribierter Beitr?ge der Nachrichtensendungen TG1 und TG2, die sie im Archiv "Rai Teche" in Turin recherchiert hat. Die Analyse kombiniert quantitative Methoden, wie die Untersuchung von Keywords, Kollokationen und Konkordanzen, mit qualitativen Interpretationen, um die sprachliche Gestaltung und die thematischen Rahmungen der Berichterstattung herauszuarbeiten. Dabei werden auch visuelle Elemente einbezogen, um die Wechselwirkung von Sprache und Bild zu erfassen. Sara freut sich auf die neue Phase ihrer akademischen Laufbahn: ?Migration ist ein Thema, das mich pers?nlich sehr besch?ftigt. Ich bin überzeugt, dass die Analyse der medialen Darstellung von Migration einen wichtigen Beitrag zum Verst?ndnis gesellschaftlicher Diskurse leisten kann, und ich freue mich darauf, in den kommenden Jahren intensiv daran zu arbeiten.“ ?