Bongani Shabangu von der North-West University, Potchefstroom, Südafrika zu Gast am Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte
Dieser Vortrag untersucht die Natur des Geschichtsunterrichts und des Lernens von Geschichte in Südafrika von der Kolonial- und Apartheidzeit bis zur demokratischen Ordnung. Seit den Anf?ngen des Geschichtsunterrichts und des Lernens von Geschichte in Südafrika standen eurozentrische Vorstellungen von Geschichte im Vordergrund der Lehrpl?ne und Lehrbücher, was bis heute so geblieben ist. Dieser Ansatz, sich ausschlie?lich auf eurozentrische Vorstellungen von der Vergangenheit zu stützen, hat die Tatsache übersehen, dass es andere M?glichkeiten gibt, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und sie zu studieren, insbesondere indigene Praktiken des Geschichtsunterrichts und des Lernens von Geschichte. W?hrend der Kolonial- und Apartheidzeit f?rderte der Geschichtsunterricht explizit eurozentrische Geschichtsauffassungen und brachte damit indigene Erz?hlungen und Vorstellungen von Geschichte zum Schweigen. Mit dem Ende der Kolonial- und Apartheidherrschaft im Jahr 1994 wurde erwartet, dass sich der Geschichtsunterricht vollst?ndig wandeln und indigene Formen des Geschichtsunterrichts und des Lernens von Geschichte berücksichtigen würde. Dies geschah jedoch nicht, da der Geschichtsunterricht und das Geschichtsstudium in der Zeit nach der Kolonialzeit und Apartheid weiterhin von eurozentrischen Theorien, Archiven, Weltanschauungen und Terminologien der Geschichte gepr?gt waren. Um dies zu veranschaulichen,zeige ich Beispiele aus verschiedenen Lehrpl?nen und Lehrbüchern aus der Kolonialzeit und Apartheid. Au?erdem ziehe ich Beispiele aus den verschiedenen Lehrplanreformen heran, und wie sie sich in Lehrwerken zeigen. Der Vortrag findet im Rahmen einer Lehrveranstaltung von Professor Kuchler am Donnerstag, 29.01.2026 um 11 Uhr in Raum D 2005 statt.?