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Aktuelle Projekte

Forschungsschwerpunkt 'Haus'

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Surfacing Chloé Zhaos Nomadland (2020). Eine nomadische Lektüre, in: Butzer/ Zapf (Hg.): Gro?e Werke des Films, vorauss. 2026.?

Surfacing: A diffractive reading experiment with books and houses in Walter Benjamin’s Ich packe meine Bibliothek aus und Varlos María Domínguez’ Casa de papel, in: Merten (Hg.): Diffractive Reading.?New Materialism, Theory and Critique, 2021, S. 211-232.?

Haus im Prozess. Story-Stories der Gegenwart und Glenn Pattersons Roman Number 5, in: ZfGerm (1/2020), Themenheft ?Das moderne Haus‘, hg. v. Vedder u. Holm, S. 134-157.?

Hausen au?er Haus. Transitorische R?ume in Marilynne Robinsons Housekeeping (1980) und Ernst Augustins Robinsons blaues Haus (2012), in: Arcadia 52,2 (2017), S. 1-19.?

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CFP: Prek?re H?user am Wasser (17.05.2026)

Tagung an der Universit?t Augsburg 3.-5. M?rz 2027

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Steigende Wasserpegel von Meeren und Flüssen, B?che mit hohen Flutwellen und str?mende Regenmassen, die aus Pfützen Seen werden lassen: H?user, die gegenw?rtig immer regelm??iger solchen Wasser-Ereignissen ausgesetzt sind, werden zu einem problematischen, wenn nicht katastrophischen Umfeld. Die Schutzfunktion, die das Haus für Menschen seiner früheren Idee und Konzeption nach haben soll, wird besch?digt. W?hrend Dach und W?nde eigentlich Wind und Wasser abhalten sollen – und die traditionelle Form des europ?ischen Spitzdachs vor allem dazu dient, Wasser von oben abzuleiten –, werden in diesen Szenarien extremen Wetters Keller geflutet, D?cher abgerissen, stehen ganze H?user wie Inseln im Wasser oder werden sogar davon mitgerissen.

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Neu zu bestimmen ist damit zum einen der Grenzraum zwischen Wasser und Land. Befinden sich H?user in der N?he von Oberfl?chengew?ssern wie Flüssen oder Meeren, überlagern sich seit jeher die aquatischen Grenzbereiche von Flussufer oder Küste mit den menschlichen Bedürfnissen nach einem sicheren Lebensraum. W?hrend es au?ereurop?ische Wohnkulturen gibt, die offener und flexibler mit dem Wasser umgehen, müssen die meisten europ?ischen Behausungen immer trocken sein, sodass die eigentlich flie?ende Grenze von Wasser und Land strikt wird. Diese kulturellen Vorgaben werden bei ?berschwemmungen besonders kritisch und bedeutsam: H?user werden unter- (oder über?)spült, Keller werden gefüllt, aus trocken wird nass.

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Zur Disposition steht damit zum anderen die Grenze von innen und au?en, für die das Haus ursprünglich einstehen soll, auch wenn sie nicht erst in neuerer Zeit in Frage gestellt worden ist. Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts wird die Idee des ?ganzen Hauses‘ konzeptuell in europ?ischer Literatur, Philosophie und Architekturtheorie aufgel?st und die Differenz vom vermeintlich geschützten Innen und dem vermeintlich auszugrenzenden Au?en zunehmend problematisiert. Ist die Grenze also seit etwa hundert Jahren ohnehin fraglich, wird sie seit dem Anstieg der Welttemperatur in den letzten Jahrzehnten geradezu prek?r.

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Wir wollen?auf dieser Konferenz über diese Problematik diskutieren und hierfür den Blick sowohl auf die europ?ische?Geschichte als auch die aktuelle Lage von wassernahen H?usern in Literatur und Kultur richten. Dabei soll auch die Architekturgeschichte von H?usern in Wassern?he in den Blick kommen. Wir wollen H?user am Wasser sowohl in funktionierender als auch in gest?rter aquatischer Beziehung untersuchen. Mit welchen textuellen Rahmungen und medialen Verfahren werden H?user am Wasser in beiden F?llen verhandelt? Was sagt beispielsweise die literarische Thematik der Wassermühle über das Verh?ltnis von Mensch und Wasser aus, wie verhandelt sie St?rungen dieses Verh?ltnisses? Gibt es Abschnitte der europ?ischen Literatur- und Kulturgeschichte, in denen über- oder unterschwemmte H?user besondere Aufmerksamkeit erfahren und Bedeutung erhalten? Wie erforschen die kulturellen Repr?sentationen von wassernahen H?usern die Beziehung des Menschen zu seiner aquatischen Umgebung? Welche Weisen, am Wasser zu bauen, gibt es in der Architekturgeschichte, und wie wurden/werden diese diskutiert?

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M?gliche Themen w?ren (weitere sind denkbar):

- H?user in Wassern?he, Wassermühlen und Leuchttürme in Literatur und Kultur sowie Bootsh?user, Badeh?user, Fischerh?user usw.

- Flood Narratives (Bracke) und andere Erz?hlungen und erz?hlerische Gattungen von H?usern am Wasser

- Schwimmende H?user und andere Wohnstrategien nach dem Klimawandel in Literatur und Kultur

- Europ?isches vs. au?ereurop?isches Wohnen in Wassern?he

- genderspezifische Aspekte des Lebens am Wasser

- Katastrophismus und Normalit?t von ?berschwemmungen in Literatur und Kultur

- H?user in Wassern?he in Malerei, Film und anderen visuellen Medien

- H?user in Wassern?he in Musik, Tanz und darstellender Kunst

- Theoretisierung von H?usern in Wassern?he in Aquapoetik und den Blue Humanities

- und so weiter.

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Wir bitten um Beitr?ge von 30 Minuten L?nge aus folgenden Disziplinen: Literaturwissenschaft (europ?ische Philologien, Komparatistik, Postcolonial Studies etc.), Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft, Gender Studies, Medienwissenschaft (Visual Studies, Film, Musik etc.). Wir adressieren Forschende aus den Bereichen Ecocriticism, Environmental Humanities, Blue Humanities, Fluss- und Küstenstudien. Besonders willkommen sind auch Beitr?ge aus der Architekturgeschichte und -theorie.?

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Die Tagung wird am 3.-5. M?rz 2027 im Zentrum für Klimaresilienz an der Universit?t Augsburg stattfinden. Um die Vortragsstruktur auch im Laufe der Tagung schon aufzulockern und Querbezüge herzustellen, wird es anstatt einer Abschlussdiskussion Zeit für thematisch orientierte Zwischendiskussionen geben. Die Vortragsvorschl?ge mit Vortragstitel und Abstract (max. 300 W?rter) für bislang nicht publizierte Beitr?ge sowie eine kurze biobibliographische Skizze (max. 150 W?rter) senden Sie bitte bis zum 17. Mai 2026 an Annina Klappert (annina.klappert@uni-a.de) und Kai Merten (kai.merten@uni-erfurt.de). Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Eine Publikation ist geplant.

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Forschungsschwerpunkt 'Vergessene Autorinnen' und 'Femmes de Lettres des 17. und 18. Jahrhunderts'?

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Kuratierung und Redaktion der Online-Ausstellung zusammen mit Dr. Andrea Vo? und den Studierenden des Projektseminars: aktuell.poetisch.selbstbestimmt. Wir lesen: Karin?Micha?lis, Gertrud Kolmar, Adrienne Thomas
In der Augsburger Bibliothek der verbrannten Bücher sind Werke von 63 Autorinnen vertreten. Drei der heute wenig bekannten stellt die virtuelle Ausstellung vor: Karin Micha?lis, Gertrud Kolmar und Adrienne Thomas. Aktuell sind ihre Themen, poetisch ihre Texte und alle treten sie für die Selbstbestimmung von Frauen ein. Lernen Sie ihre im Nationalsozialismus verfemten Werke, den Witz und die Poesie ihrer Sprache kennen, die alle Verbote überlebt haben:

https://ausstellungen.deutsche-digitale-bibliothek.de/vergessene-autorinnen/

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Projektbericht:?

Annina Klappert/Andrea Vo?: Eine neue Liste. Karin Micha?lis, Gertrud Kolmar und Adrienne Thomas in der Online-Ausstellung aktuell, poetisch, selbstbestimmt, in: Jahrbuch für Internationale Germanistik 58,1 (2026), Rahmenthema ?Archiv vergessener Autorinnen und Autoren‘, hg. v. Annette Simonis und Corinna Dziudzia, S. 149-170.

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Mitherausgabe der Reihe FONTE Atelier?- Forschungen zu europ?ischen Autorinnen der Frühmoderne

Reihe im Wehrhahn-Verlag

Reihenankündigung auf Seite der FONTE-Stiftung

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Herausgabe eines Sammelbandes zur Femmes de Lettres-Forschung

(Hg.): Textfiguren der Emanzipation. Autorinnen des europ?ischen 17. und 18. Jahrhunderts wieder und wieder/wider lesen (FONTE?Atelier - Forschungen zu Autorinnen der Frühmoderne 2), Hannover: Wehrhahn 2024.

Dieser transphilologische Band versammelt Lektüren zu Texten von Autorinnen des europ?ischen 17. und 18. Jahrhunderts. Mit der einen Nennung von ?wieder lesen? im Titel ist die Tatsache angesprochen, dass bedeutende Autorinnen, die zu ihrer Zeit viel gelesen waren, sp?ter diskursiv aus den Lektürelisten gestrichen wurden und nun (doch, endlich) wieder gelesen werden. Die andere Nennung von ?wieder lesen? referiert auf das Konzept des re-reading, das von der Differenzialit?t einer jeden Lektüre ausgeht, die als solche nie abschlie?bar ist und einen Text (immer) wieder (anders)?lesen kann; dies erm?glicht auch eine emanzipatorische Sicht auf Geschlechterordnungen, die deren Bedeutungszuweisungen als nur bedingte aufzeigt und neu schreibt. Der Band richtet seinen Fokus daher nicht auf die schreibenden?Frauen, sondern auf die Lektüre ihrer Texte. Untersucht werden also nicht die? emanzipationsbestrebungen von Autorinnen, sondern die Textfiguren der Emanzipation in ihren Dramen, Gedichten, Erz?hlungen und ?bersetzungen: die M?glichkeiten der Emanzipation in sprachlichen Konfigurationen, die auch oder gerade dann bedeutsam werden, wenn es keine ?durchg?ngige? oder explizite emanzipatorische Position zu entdecken gibt.
Gelesen werden Texte von: Maria Fortuna, Anna Roemers, Emilie von Berlepsch, Helmina von Chézy, Charlotte Baden, Lady Mary Wroth, María de Zayas, Johanne Charlotte Unzer, Meta Forkel-Liebeskind und Marianne Wilhelmine de Stevens.
Mit Beitr?gen von: Elisabeth Stadlinger (Wien), Maria-Theresia Leuker (K?ln), Annina Klappert (Augsburg), Jadwiga Kita-Huber (Krakau), Patrizia Huber (Zürich),? Marlene Dirschauer (Hamburg), Dirk Brunke (Bochum), Katharina Worms (Heidelberg), Anna Axtner-Borsutzki (München) und Angela Sanmann (Lausanne).

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Forschungsschwerpunkt 'New Materalism' und 'Interspecies Cultures'

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Meet Snails and Humans. Current Artworks as “Knots of Entangled Companion Species”, in: Gabriele Dürbeck/Ulrike Stobbe/Evi Zemanek (Hg.): Transpositiones Sonderband 2/2023: ?Netzwerke des Lebendigen‘. Multispecies agencies und Formexperimente in hybriden Genres, S. 51-73.

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Being a/part. Thinking about the human/nonhuman relationship with Franz Kafka‘s Die Sorge des Hausvaters (1920), José Saramago‘s Coisas (1978), Francois Ponge’s Le savon (1967) and Gwyneth Jones` The Universe of Things (2011), in: Kai Merten/Kerstin Howald (Hg.): New Materialist Literary Theory: Critical Conceptions of Literature for the Anthropocene, Lanham: Lexington Books 2023 (= New Critical Theory), S. 97-115.

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Materialit?ten lesen. Sand und Ameisen, in: Florian Kappeler/Roman Widder (Hg.): Umstülpen, Zur Praxis materialistischer Literaturinterpretation, Paderborn: Fink Verlag 2023 (= Literatur und ?konomie), S. 173-189.

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Surfacing: A diffractive reading experiment with books and houses in Walter Benjamin’s Ich packe meine Bibliothek aus und Varlos María Domínguez‘ Casa de papel, in: Kai Merten (Hg.): Diffractive Reading. New Materialism, Theory and Critique (= New Critical Humanities), London: Rowman & Littlefield International 2021, S. 211-232.

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Leituras da materialidade: areia, formigas, humanos, in:?Revista Rosa3 (2021).

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