拉斯维加斯赌城

图片
Pressemitteilung 26/26 - 24.03.2026

Universit?ten Augsburg und Bonn erforschen Umweltfaktoren bei Parkinson

Gemeinsames Projekt ?ExPres-RBD“ untersucht, wie Einflüsse aus Umwelt und K?rper zur Entstehung der Erkrankung beitragen k?nnten

Warum erkranken manche Menschen an Parkinson, w?hrend andere trotz ?hnlicher Voraussetzungen gesund bleiben? Ein neues gemeinsames Forschungsprojekt der Universit?t Augsburg, des Universit?tsklinikums Bonn (UKB) und der Universit?t Bonn geht dieser Frage mit einem ungew?hnlichen Ansatz nach: dem sogenannten Exposom, also der Gesamtheit aller Umweltfaktoren, denen ein Mensch im Laufe seines Lebens ausgesetzt ist – von Ern?hrung über Umweltchemikalien bis hin zu Mikroplastik. Das Projekt ?ExPres-RBD“ wird von der Walter und Ilse Rose-Stiftung mit über 400.000 Euro gef?rdert und untersucht erstmals systematisch, wie Umweltfaktoren und biologische Prozesse im K?rper zusammenwirken und m?glicherweise zur Entstehung von Parkinson beitragen k?nnen.

?

?

Start eines gemeinsamen Projekts zu Umwelt, Darm und Parkinson: (v. li) Prof. Evelyn Lamy von der Universit?t Augsburg und Dr. Michael Sommerauer vom Universit?tsklinikum Bonn (UKB) Collage; Universit?t Augsburg und UKB

Im Mittelpunkt der Studie stehen Menschen mit isolierter REM-Schlaf-Verhaltensst?rung (iRBD). Bei dieser seltenen Schlafst?rung bewegen sich Betroffene w?hrend des Tr?umens aktiv im Schlaf, weil die normalerweise vorhandene Muskelruhe im REM-Schlaf fehlt.

Eine Schlafst?rung als Schlüssel zur Frühphase von Parkinson

Für die Forschung ist diese Erkrankung besonders interessant: Sie gilt als einer der zuverl?ssigsten klinischen Marker für eine sehr frühe Phase der Parkinson-Erkrankung. Studien zeigen, dass ein gro?er Teil der Betroffenen zehn bis 15 Jahre sp?ter Parkinson oder eine verwandte neurodegenerative Erkrankung entwickelt.

?Menschen mit iRBD befinden sich gewisserma?en in einem Zeitfenster vor dem Ausbruch der Parkinson-Erkrankung“, erkl?rt Privatdozent Dr. Michael Sommerauer, Neurologe und Sektionsleiter für neurologische Schlafmedizin am UKB und Mitglied im Transdisziplin?ren Forschungsbereich (TRA) ?Life and Health“ der Universit?t Bonn. ?Diese Phase bietet uns die seltene M?glichkeit zu verstehen, welche Faktoren den Krankheitsprozess m?glicherweise überhaupt erst in Gang setzen.“ Sommerauer leitet am UKB eine der gr??ten deutschen Studienkohorten von Menschen mit dieser Schlafst?rung, die umfassend klinisch und biologisch untersucht werden.

Wenn Umweltfaktoren auf den K?rper treffen

Das Projekt verbindet Expertise aus Neurologie, Environmental Health Sciences und Bioinformatik. In Blut- und Stuhlproben analysieren die Forschenden sowohl ?u?ere Einflüsse wie Umweltchemikalien oder Ern?hrungsfaktoren als auch innere biologische Prozesse, etwa Ver?nderungen im Darmmikrobiom oder im Stoffwechsel. Besonders im Fokus steht der Darm. Er ist eine wichtige Kontaktfl?che zwischen K?rper und Umwelt und k?nnte eine entscheidende Rolle dabei spielen, wie Umweltfaktoren auf das Nervensystem wirken.

?Wir wollen verstehen, wie Umweltfaktoren und biologische Prozesse im K?rper zusammenwirken und m?glicherweise frühe neurodegenerative Ver?nderungen beeinflussen“, sagt Prof. Dr. Evelyn Lamy, Leiterin des Lehrstuhls für die Erforschung umweltbezogener Wirkmechanismen auf die Gesundheit an der Universit?t Augsburg. Ihr Lehrstuhl ist Teil des Schwerpunkts Environmental Health Sciences der Medizinischen Fakult?t; zudem ist Lamy Mitglied am neuen Environmental Health Sciences Institut (EHSI), das die Wechselwirkungen zwischen Umweltfaktoren, Gesundheit und Krankheit erforscht. ?Unser Ziel ist es, sogenannte Exposom-Signaturen zu identifizieren – also Muster von Umweltbelastungen und biologischen Ver?nderungen, die mit dem Risiko für Parkinson zusammenh?ngen.“

Neue Perspektiven für Pr?vention

Für die Studie werden Daten und Proben von rund 300 Teilnehmenden aus mehreren europ?ischen Zentren analysiert. Neben molekularen Analysen flie?en auch detaillierte klinische Untersuchungen, kognitive Tests und moderne MRT-Bildgebung in die Auswertung ein. Langfristig hoffen die Forschenden, auf diese Weise neue Ansatzpunkte für Pr?vention und frühzeitige Intervention bei Parkinson zu finden. Denn je früher Risikofaktoren erkannt werden, desto gr??er ist die Chance, den Krankheitsverlauf zu beeinflussen.

?Wenn wir verstehen, wie Umwelt und K?rper gemeinsam zur Entstehung von Parkinson beitragen, er?ffnen sich ganz neue M?glichkeiten der Pr?vention“, sagt Lamy. Sommerauer erg?nzt: ?Unser Ziel ist es, die Krankheit künftig früher zu erkennen – und vielleicht eines Tages sogar verhindern zu k?nnen.“

Zur Person: Prof. Dr. Evelyn Lamy

Prof. Dr. Evelyn Lamy ist Inhaberin des Lehrstuhls für die Erforschung umweltbezogener Wirkmechanismen auf die Gesundheit an der Medizinischen Fakult?t der Universit?t Augsburg. Sie forscht zu den Zusammenh?ngen von Umweltfaktoren, biologischen Prozessen und Gesundheit. Ihr Lehrstuhl ist Teil des Schwerpunkts Environmental Health Sciences; zudem ist sie Mitglied am Environmental Health Sciences Institut (EHSI) der Medizinischen Fakult?t.

tb

Wissenschaftlicher Kontakt

Prof. Dr. Evelyn Lamy
Lehrstuhlinhaberin
Erforschung umweltbezogener Wirkmechanismen auf die Gesundheit

E-Mail:

Medienkontakt

Corina H?rning
Stellvertretende Pressesprecherin
Stabsstelle Kommunikation & Marketing

E-Mail:

拉斯维加斯赌城