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Pressemitteilung 9/26 - 29.01.2026

Spitzenmedizin im Verbund: Gemeinsam st?rker gegen Krebs

Zum Weltkrebstag 2026 spricht Prof. Dr. Martin Trepel über starke Netzwerke in der Krebsmedizin, die aktive Rolle von Patientinnen und Patienten und die wachsende Bedeutung der Pr?vention.

Krebsmedizin ist heute Teamarbeit: von personalisierten Therapien über starke Forschungsverbünde bis hin zur aktiven Einbindung von Patientinnen und Patienten. Anl?sslich des Weltkrebstags 2026 gibt Prof. Dr. Martin Trepel einen Ausblick darauf, wie Zusammenarbeit, Innovation und Pr?vention die Krebsbehandlung nachhaltig ver?ndern und warum Spitzenmedizin nur gemeinsam gelingen kann.

Prof. Dr. Martin Trepel Universit?tsklinikum Augsburg

Am 4. Februar ist Weltkrebstag: Der Aktionstag richtet sich an die gesamte Bev?lkerung und macht auf die Bedeutung von Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen aufmerksam. Alle drei Jahre wird hierfür ein neues Motto von der Internationalen Vereinigung gegen Krebs (UICC) ausgerufen, derzeit ist dies: ?Gemeinsam einzigartig“ (?United by Unique“). Darüber spricht Prof. Dr. Martin Trepel im Interview. Er ist Lehrstuhlinhaber für Innere Medizin mit Schwerpunkt H?matologie und Onkologie an der Universit?t Augsburg, Direktor der II. Medizinischen Klinik am Universit?tsklinikum und Direktor des Comprehensive Cancer Center Augsburg (CCCA).

Was sind die zentralen Themen, die die Krebsforschung aktuell bewegen?

Die Krebsforschung entwickelt sich derzeit in vielen Bereichen gleichzeitig und mit hoher Dynamik. Ein zentrales Thema ist das immer bessere Verst?ndnis der molekularen und genetischen Ursachen von Krebserkrankungen. Dieses Wissen erm?glicht es uns, Therapien gezielter, wirksamer und zugleich besser vertr?glich zu gestalten.

Gro?e Fortschritte sehen wir dabei auch in der personalisierten Medizin. Zielgerichtete Therapien werden heute zunehmend exakt auf die genetischen Eigenschaften eines Tumors zugeschnitten. Dadurch l?sst sich die Erkrankung pr?ziser und erfolgsversprechender behandeln, w?hrend gesunde Zellen geschont werden. In diesem Zusammenhang haben sich auch Immuntherapien stark weiterentwickelt, nicht nur durch therapeutische Antik?rper, die das Immunsystem gegen den Krebs mobilisieren, sondern auch durch den Einsatz gentechnisch ver?nderter T-Immunzellen, sogenannter CAR-T-Zellen, die das k?rpereigene Immunsystem bef?higen, Krebszellen gezielt zu erkennen und zu bek?mpfen.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist die Digitalisierung in der Krebsmedizin. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz tr?gt dazu bei, Diagnostik, Früherkennung und auch operative Eingriffe immer pr?ziser zu machen, beispielsweise bei der Auswertung bildgebender Verfahren oder der Planung komplexer Operationen.

Nicht zuletzt rücken auch Pr?vention und Früherkennung immer st?rker in den Fokus der Forschung. Ein erheblicher Teil der Krebserkrankungen w?re durch einen gesunden Lebensstil und die konsequente Nutzung von Vorsorgeangeboten vermeidbar oder frühzeitig behandelbar. In letzter Zeit haben einige gro?e Studien die Vorteile von Bewegung und Sport vor, w?hrend und nach einer Krebstherapie untersucht und einen klaren Vorteil für Patientinnen und Patienten gesehen, die entsprechende Aktivit?ten haben. Forschung, Versorgung und Aufkl?rung müssen daher Hand in Hand gehen.

Insgesamt verfolgt die moderne Krebsforschung ein klares Ziel: Krebs immer h?ufiger zu einer effektiv und gut vertr?glich behandelbaren oder heilbaren Erkrankung zu machen und dabei den Menschen und seine pers?nliche Lebenssituation in den Mittelpunkt zu stellen.

Welche Rolle spielen Verbünde und Kooperationspartner dabei, damit diese Innovationen und Ergebnisse aus der Forschung schneller bei Patientinnen und Patienten ankommen?

Um die Fortschritte der Krebsforschung, von der personalisierten Medizin über Immuntherapien bis hin zu Digitalisierung und Pr?vention tats?chlich wirksam in die Versorgung zu bringen, braucht es eine enge Zusammenarbeit über Fach- und Institutionsgrenzen hinweg. Krebsforschung ist heute keine Einzelleistung mehr, sondern eine Teamleistung, in der Grundlagenforschung, Klinik und Versorgungsforschung eng miteinander verzahnt sind.

Das CCCA ist Teil der Comprehensive Cancer Center Allianz WERA, einem Verbund der Tumorzentren der Universit?tsklinika Würzburg, Erlangen, Regensburg und Augsburg. Darüber hinaus gibt es das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF), das s?mtliche bayernweite universit?tsmedizinische Standorte umfasst. Auf deutschlandweiter Ebene sind wir mit WERA auch Teil des Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Dies bedeutet, dass wir gemeinsam daran arbeiten, spitzenmedizinische Versorgung fl?chendeckend zu etablieren und voranzubringen. Diese Verbünde bündeln Expertise aus unterschiedlichen Disziplinen und Standorten, schaffen gemeinsame Strukturen für experimentelle und klinische Studien und erm?glichen es, neue Erkenntnisse schneller und qualit?tsgesichert zu den Patientinnen und Patienten zu bringen.

Ein besonders wichtiger Aspekt ist dabei die frühe und aktive Einbindung von Patientinnen und Patienten. Sie werden zunehmend bereits bei der Entwicklung von Forschungsideen und Studienkonzepten beteiligt. So wird sichergestellt, dass Forschungsfragen, Studiendesigns und Endpunkte tats?chlich relevant für den Alltag der Betroffenen sind und die Ergebnisse sp?ter auch in der Versorgung ankommen.

Solche Verbünde schaffen damit die Voraussetzung für eine patientenzentrierte, innovative und zukunftsf?hige Krebsmedizin, bei der Forschung und Versorgung eng miteinander verbunden sind.

Wie k?nnen Patientinnen und Patienten ihre pers?nlichen Erfahrungen explizit in die Forschungsentwicklung einflie?en lassen, um so die gegenw?rtige und zukünftige Versorgung und Forschung mitzugestalten?

Nicht nur aber auch in den erw?hnten Verbünden ist es ausdrücklich erwünscht, dass Patientinnen und Patienten Forschung aktiv mitgestalten. ?Beispielsweise wurde der BZKF-Patienten-Experten-Pool und der NCT-Forschungsrat eingerichtet, damit Patientinnen und Patienten und ihre Angeh?rigen ihre eigenen Erfahrungen und Perspektiven beratend und unterstützend in die Zentren und (Forschungs-)Verbünde einflie?en lassen k?nnen, um die Forschung und Therapien bedürfnisorientierter auszurichten. Es kann aber auch die konkrete Teilnahme an Studien sein, in denen Patientenerfahrungen hinsichtlich ihrer eigenen Therapie oder diesbezügliches Arzt-Patienten-Verh?ltnis erforscht und optimiert werden. Ein Beispiel ist die WAVES Studie, ein gemeinsam von Patientinnen, Patienten und ?rzten initiiertes Projekt. Hierbei steht der wechselseitige Patienten-Arzt-Austausch in der Brustkrebsversorgung im Vordergrund, wobei die Ergebnisse dieser Studie die Grundlage für patientenorientierte Strukturen legen werden.

Ist der akute Bezug zur Erkrankung ma?geblich oder ist auch eine Teilnahme nach der Erkrankung oder gar als Angeh?rige oder Angeh?riger vorstellbar?

Auch der retrospektive Blick auf die eigene Behandlung ist selbstverst?ndlich ein wertvoller Beitrag für Innovation. Manchmal bietet einem die abgeschlossene Behandlung sogar erst den Weitblick und die Kapazit?ten, sich über den eigenen Patientenweg hinaus zu engagieren. Wir haben neben dem eben im Verbundkontext beschriebenen eher forschungsnah arbeitenden Expertenpool zudem verschiedene Patientenbeir?te, beispielsweise den Beirat des Comprehensive Cancer Center Augsburg, der bewusst als Patienten- und Angeh?rigenbeirat etabliert wurde. Er ist in alle wichtigen Entscheidungsprozesse involviert und wird im CCCA-Direktorium durch zwei Personen vertreten, um auf diese Weise Transparenz und Austausch zu generieren. Von all diesem Engagement und Blickwinkeln profitieren Forschung und Versorgung langfristig, weil sie helfen, Versorgungs- und Forschungsinfrastrukturen nachhaltig zu verbessern. Darüber hinaus gibt es auch in diesem Bereich einzelne Programme und Studien, die das Thema ?Leben nach einer Krebserkrankung“ (Survivorship Programm) oder die Herausforderungen von Angeh?rigen ins Zentrum rücken.

Welche M?glichkeit gibt es für Patientinnen, Patienten oder Angeh?rige einen aktuellen Wissensüberblick zu erlangen?

Eine gute Informationsm?glichkeit ist die Teilnahme an den j?hrlich stattfindenden Informationsveranstaltungen anl?sslich des Weltkrebstages. Dieses Jahr ist in dieser Hinsicht gleich doppelt etwas geboten: In Form eines standortübergreifenden Onlineformates der WERA-Allianz sowie des CCCA Patientenforums im Gro?en H?rsaal im Universit?tsklinikum Augsburg.

Der Vorteil des digitalen Themennachmittags mit CCC-WERA und NCT-WERA ist die formatimmanente Vernetzung mit den anderen Standorten Würzburg, Regensburg und Erlangen. Dadurch kann man virtuell einer thematisch und personell vielf?ltigen Veranstaltung folgen, welche neben Online-Talkrunden zu Themen wie Patientenvertretung und Studienteilnahme auch interaktive Webinare zu Bewegung, Fatigue oder Ern?hrung anbietet. Das CCC Augsburg ist hierbei mit einem Mitmach-Workshop zu Bewegung und mehr Energie bei Krebs vertreten.

Der gro?e Vorteil und Grund, warum wir auf das bew?hrte Format des CCCA-Patientenforums nicht verzichten wollen, ist der Mehrwert der unmittelbaren Begegnung mit Betroffenen: Das Thema ?Bewegung“ ist ein gro?artiges Beispiel für die selbstbestimmte Aktion, eigene Therapie- und Gesundheitsfortschritte proaktiv mitzusteuern und mit in die Hand zu nehmen – in jeder Lebenslage. Wir m?chten Ihnen dafür am 4. Februar das Forum bieten, sich mit unseren fachübergreifenden Expertenteams pers?nlich auszutauschen und zu informieren – im unmittelbaren Gespr?ch, an Informationsst?nden und Publikumsdiskussionen.

Wissenschaftlicher Kontakt

Prof. Dr. Martin Trepel
Lehrstuhlinhaber
Innere Medizin Schwerpunkt H?matologie und Onkologie

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Medienkontakt

Corina H?rning
Stellvertretende Pressesprecherin
Stabsstelle Kommunikation & Marketing

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