Stra?enbahn wird zur mobilen Messstation
Der Augsburger Nahverkehr wird Teil eines innovativen Forschungsansatzes zum Erfassen der Luftqualit?t
An Bord der Stra?enbahn sind Sensoren installiert, die Luftschadstoffe wie Stickstoffdioxid oder Feinstaub und meteorologische Parameter wie Temperatur oder Luftdruck erfassen. Die Messungen erfolgen kontinuierlich, automatisch und entlang der gesamten Strecke – und damit genau dort, wo die Menschen leben, arbeiten und sich bewegen. ? Damit erm?glicht AirTrack einen neuen, fein aufgel?sten Blick auf die Stadtluft: ?Unsere Stra?enbahnen fahren jeden Tag durch die Stadt – ein idealer Tr?ger für innovative Forschung. Wir freuen uns, mit AirTrack zu zeigen, wie ?PNV und Wissenschaft zusammen neue Impulse für Nachhaltigkeit und Lebensqualit?t in Augsburg setzen k?nnen”, freut sich Jürgen Perlich, Leiter Stra?enbahnwerkst?tten und Fahrzeugtechnik bei den Stadtwerken Augsburg. Die jetzt ausgerüstete Stra?enbahn wird auf t?glich wechselnden Linienrouten in der Stadt eingesetzt. ?
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?Die Kombination aus mobilen Messungen und Satellitendaten er?ffnet v?llig neue M?glichkeiten für Stadtklimatologie und Umweltforschung. Besonders im Hinblick auf Hitzebelastung und Luftschadstoffe liefert AirTrack Erkenntnisse, die bisher so nicht verfügbar waren”, sagt der Atmosph?renforscher Prof. Dr. Michael Bittner der Universit?t Augsburg und beim DLR.
Die regelm??igen, r?umlich detaillierten Messungen der Luftqualit?t und der st?dtischen Wetterdaten helfen, Luftqualit?ts-Hotspots und st?dtische W?rmeinseln zu erkennen. Die gewonnenen Daten unterstützen künftig u.a. die Stadtplanung, die Verkehrsführung sowie Gesundheits- und Umweltbeh?rden, die Entscheidungen treffen müssen. Dort sind sie eine wichtige Grundlage für Ma?nahmen zur Anpassung an den Klimawandel.
?Mit AirTrack bringen wir hochpr?zise Umweltmesstechnik dorthin, wo sie am meisten gebraucht wird – in den Alltag der Stadt. So k?nnen wir beobachten, wie die Stadt im wahrsten Sinne des Wortes atmet. Die Daten tragen auf diese Weise auch zur verbesserten Nutzung europ?ischer Satellitenmessungen bei“, sagt Privatdozentin Dr. Sabine Wüst vom DLR.
Die Europ?ische Union überwacht die Luftqualit?t mit den Sentinel-4- und -5-Satelliten. Diese liefern gro?r?umige Messdaten, k?nnen jedoch die Luftsituation in Bodenn?he nur begrenzt aufl?sen. Die AirTrack Tram erg?nzt diese Beobachtungen um hochaufgel?ste Messungen im Stadtgebiet und verbessert so die Interpretation der Satellitendaten erheblich. Regionale Luftstr?mungen und die Luftqualit?tslage im Umfeld der Stadt k?nnen so besser berücksichtigt werden.
H?user, Mauern und Stra?enzüge bestimmen ma?geblich die Luftbewegungen oder gar Staur?ume in der Stadt. AirTrack wird dazu beitragen, solche Str?mungssysteme besser zu vermessen.Augsburg als Vorreiter mit Modellcharakter
Sollte sich das System bew?hren, k?nnten künftig weitere Stra?enbahnen mit Sensorik ausgestattet werden. Augsburg würde damit zu einer der ersten St?dte in Deutschland mit einer nahezu fl?chendeckenden, mobilen Erfassung von Luftqualit?t im Echtbetrieb – ein Modell mit Strahlkraft weit über die Region hinaus.
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